Propagandafotografien

Die meisten Fotografien aus der Zeit des Nationalsozialismus zeigen die Perspektive der Täter:innen. Die Verfolgten hatten in der Regel keinen Zugang zu damals seltenen und wertvollen Kameras. Dieses Ungleichgewicht muss beim Betrachten der Fotografien bedacht werden. Im Falle des Zwangsarbeiter:inneneinsatzes bei Siemens gibt es zudem speziell erstelltes Propagandamaterial. Der beauftragte Fotograf inszeniert Bilder, die nicht die harten Bedingungen der Zwangsarbeiter:innen dokumentieren, sondern einen Anschein von Rechtmäßigkeit vermitteln. Die Fotografien erzeugen entgegen der Realität eine unbeschwerte Atmosphäre.